





AWO Dortmund protestiert für Inklusion und gegen drohende Kürzungen.
Am 5. Mai 2026, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, setzte die AWO Dortmund ein deutliches Zeichen gegen Ausgrenzung, Barrieren und drohende Einsparungen im Bereich der Inklusion.
Rund 200 Menschen beteiligten sich an einem Protestmarsch, der vom Standort in der Leuthardstraße über den nördlichen Wall bis zur Kundgebung am Deutschen Fußballmuseum führte.
Menschen mit Behinderung bewusst einbezogen. Der AWO war besonders wichtig, dass auch die Menschen teilnehmen konnten, die täglich mit Barrieren konfrontiert sind. Deshalb organisierte der Verband für Beschäftigte mit Behinderungen aus den eigenen Werkstätten gezielt An- und Abreise sowie Betreuung.
Unterstützung erhielt die Aktion unter anderem von:
verschiedenen sozialen Verbänden
den Special Olympics NRW
engagierten Dortmunder Bürgerinnen und Bürgern
Kritik an fehlender Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
AWO-Vorsitzende Anja Butschkau kritisierte während der Veranstaltung insbesondere die weiterhin bestehenden Hürden im Alltag:
„Uns geht es heute darum, gegen Hürden und Barrieren zu protestieren, die schon seit fast 20 Jahren nicht mehr da sein dürften.“
Gemeint ist die UN-Behindertenrechtskonvention, die in Deutschland seit 2009 gilt und Inklusion, Teilhabe sowie Barrierefreiheit stärken soll. Aus Sicht der AWO werde diese jedoch bis heute nicht ausreichend umgesetzt.
Sorge über mögliche Kürzungen: Im Mittelpunkt des diesjährigen Protesttags standen außerdem mögliche Sparmaßnahmen im sozialen Bereich. Hintergrund ist ein geleaktes Arbeitspapier von Bund, Ländern und Kommunen, das Einschnitte in:
der Kinder- und Jugendhilfe
der Eingliederungshilfe vorsieht.
Fazit
Der Protesttag machte deutlich: Für viele Betroffene ist Inklusion noch immer keine Selbstverständlichkeit.
Mit dem Protestmarsch wollte die AWO Dortmund nicht nur auf bestehende Probleme aufmerksam machen, sondern auch ein klares Signal für mehr gesellschaftliche Teilhabe und gegen soziale Kürzungen setzen.
Quelle: AWO Dortmund | Bildquelle: Fotograf: Thomas Bielicki